Waldjugendspiele im Rodenbacher Forst

Am 27.September 2017 war es wieder soweit: Die Waldjugendspiele der dritten Klassen der Adolf-Reichwein-Schule fanden statt,  jetzt schon zum 31. Mal. Ca. 90 Schüler wurden auf einen Waldparcours mit 12 Stationen geschickt.

Das Hessische Forstamt Hanau-Wolfgang, die Adolf-Reichwein-Schule und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rodenbach hatten sich etwas einfallen lassen und gegenüber dem letzten Jahr einzelne Änderungen vorgenommen, um die Waldjugendspiele noch interessanter und effektiver zu gestalten.

Früh am Morgen trafen sich alle Helfer am Waldeingang des Altenzentrums Rodenbach und wurden vom Revierförster Michael Heilmann, der zusammen mit den Lehrerinnen Sandra Schmeck und Nicole Hirt und Herrn Dieter Lohrey von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wieder für die Organisation zuständig war, herzlich begrüßt. In diesem Jahr waren erfreulich viele Eltern vor Ort, die zusammen mit  24 Schülern der 9. Klasse der Adolf-Reichwein-Schule die  einzelnen Stationen leiten durften. Dafür wurden sie von Herrn Heilmann auf einen Rundgang eingewiesen und konnten so auch alle Stationen kurz kennenlernen. Die Stationen waren vorher durch den Forstwirt Andre Puff und den Forstwirtschaftsmeister Peter Machel aufgebaut und gestaltet worden. Beide durften auch je eine Station leiten.

Pünktlich um 08:30 Uhr war die erste der 12 Schülergruppen vor Ort, und los ging es zur ersten Station: Baumarten erkennen, geleitet durch Herrn Gerd Herrmann, Lehrer a.D. und langjähriger Mitstreiter bei den Waldjugendspielen. Die Schüler durften ihr zuvor im Unterricht erworbenes Wissen jetzt an den Stationen zeigen. Gefragt wurde neben den Baumarten weiterhin nach Pflanzen, Früchten, Vogel- und Tierarten. Weiter ging es um die Schutz-, Nutz-, Erholungsfunktionen des Waldes, wie man sich im Wald zu verhalten hat, was Totholz ist, und schließlich auch darum, dass man gefälligst keinen Müll im Wald entsorgt bzw. zurücklässt! An der Holzerntestation wurden die Geräte und Maschinen, die man bei der Holzernte im Wald benötigt, von dem Forstwirtschaftsmeister Peter Machel abgefragt. Danach bekam jeder Schüler ein Bonbon zur „kleinen Stärkung“. Allerdings mussten die Schüler bei der übernächsten Station, wo es wieder um das Müllproblem im Wald ging, ihre Bonbonpapiere vorzeigen. Für nicht mehr vorhandene Bonbonpapiere gab es Punktabzüge und einen kleinen Rüffel. Auch Sportliches wurde von den Schülern abverlangt, indem Brennholzstücke in 10 m Entfernung neu aufgestapelt werden mussten. Je schneller die Gruppen waren, desto mehr Punkte gab es. Zum Ausklang konnten die Schüler an der letzten Station ihren Punktestand mit Zapfenzielwurf nochmals aufbessern.

 Jede Schülergruppe aus ca. 7 Schüler  n hatte einen Laufzettel dabei, auf welchem die pro Station erreichten Punkte eingetragen wurden. Diese werden später zusammengezählt und den Gruppen in Form von Urkunden als Erinnerung in den einzelnen Klassen übergeben. Danach ging es zum Ausgangspunkt zurück, wo „unser“ Grillmeister Peter Waldschmidt, auch seit Jahren mit dabei, mit seinen leckeren Würstchen plus Getränk auf die „abgekämpften“ Schüler wartete. Würstchen, Brötchen und Getränke wurden, so wie jedes Jahr, von dem Förderverein der Adolf-Reichwein-Schule gesponsert. Umrahmt wurden die Spiele durch den Jagdhornbläser Peter Müller, der eine besondere „Waldstimmung“ durch seine leidenschaftlich geblasenen Jagdsignale einbrachte.

Auch in diesem Jahr herrschte eine tolle Stimmung bei allen Beteiligten, zumal alles wieder einmal „wie am Schnürchen“ klappte, und die Spiele bei einem wunderbaren sonnigen Tag stattfinden konnten. Die Schüler genossen den Wald, einmal etwas Anderes als die gewohnte Klassenzimmeratmosphäre.

Die helfenden Eltern waren ebenfalls guter Stimmung, und einzelne wollten sogar im nächsten Jahr wieder dabei sein. Dann werden die Rodenbacher Waldjugendspiele sicherlich wieder stattfinden.

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